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Scheidenpilz gehört zweifellos zu den gynäkologischen Erkrankungen, mit denen Frauen während ihres Lebens im Schnitt am häufigsten zu kämpfen haben. Und da sie in der Regel als besonders unangenehm empfunden wird, weigern sich viele Frauen häufig, offen darüber zu sprechen. Gerade gegenüber ihrem Partner ist die Scham durch diese Krankheit oft besonders groß, weshalb der Scheidenpilz gerade hier von vielen Frauen einfach verschwiegen wird. Dabei beschäftigen sich während dieser Krankheit viele Frauen häufig mit der Frage, ob Scheidenpilz auch ansteckend für den Geschlechtspartner sein kann. Die Antworten auf diese, sowie auf weitere Fragen zu dieser Krankheit lassen sich zusammengefasst aus diesem Artikel entnehmen.

Die Symptome von Scheidenpilz

Leider machen verhältnismäßig viele Frauen im Laufe ihres Lebens die Erfahrung, irgendwann von Scheidenpilz betroffen zu sein. Dementsprechend wissen auch viele Frauen genau darüber Bescheid, wie störend und unangenehm die Symptome dieses Krankheitsbildes sind. Dabei können mehrere unterschiedliche Symptome gleichzeitig und in unterschiedlicher Intensität auftreten. Die Vagina, sowie der äußere Intimbereich wird dabei mit Hefepilzen zu stark besiedelt. Bei dieser Überbesiedelung reagiert der menschliche Körper mit Entzündungserscheinungen in den betroffenen Bereichen. Die Symptome, die in Zusammenhang mit Scheidenpilz am häufigsten auftreten, sind die folgenden:

Jucken & Brennen:
In den meisten Fällen äußerst sich eine Pilzinfektion im Intimbereich durch einen großen Juckreiz, ein starkes Wundheitsgefühl oder ein schmerzhaftes Brennen – besonders im Scheideneingang, sowie im äußeren Intimbereich der Frau. Der Zeitpunkt, an dem solche Beschwerden bei Frauen auftreten, liegt meist kurze Zeit vor der Menstruation (in der zweiten Zyklushälfte). Darüber hinaus kann es bei Hautstellen, die von dem Pilz befallen sind, zu schmerzhaften Empfindungen bei mechanischer Reibung kommen. Dies macht sowohl das Einführen eines Tampons, sowie Geschlechtsverkehr häufig zu einer äußerst unangenehmen Angelegenheit für betroffene Frauen.

Veränderter Ausfluss:
Für Frauen ist eines der normalsten Dinge überhaupt ihr Scheidenausfluss (Fluor vaginalis). Ein gesundheitlich unbedenklicher Ausfluss bringt keinen unangenehmen Geruch mit sich, und ist von der Farbe her in den meisten Fällen milchig-weiß. Der Scheidenausfluss während einer Pilzerkrankung unterscheidet sich vom Ausfluss in gesunden Zeiten dadurch, dass der Ausfluss wesentlich krümeliger, flockiger oder bröckeliger ist. Geht die milchig-weiße Farbe bei dieser Flüssigkeit in eine schwach gelbliche Farbe über, ist dies ebenfalls ein Indiz für dieses Krankheitsbild. Eine Veränderung vom Geruch ist bei diesem veränderten Ausfluss nicht festzustellen.

Schwellungen & Rötungen:
Scheidenpilz kann jedoch nicht nur die primären Geschlechtsorgane befallen, sondern auch die äußeren. Oft ist bei diesem Krankheitsbild nicht nur die Scheide merklich gerötet, sondern in vielen Fällen auch die Schamlippen. Diese können in manchen Verläufen sogar noch anschwellen.

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Ist der Scheidenpilz einer Frau für den Mann ansteckend?

Es ist auch irgendwo verständlich, dass viele Frauen und Männer trotz einer Scheidenpilz-Erkrankung nicht auf Geschlechtsverkehr verzichten möchten. Allerdings kommt in solchen Szenarien dann auch nicht selten für Frauen die Frage auf, ob sie durch Geschlechtsverkehr den Mann mit ihrer Krankheit anstecken könnten. Allgemein gilt es jedoch eher als unwahrscheinlich, dass Männer sich durch sexuellen Kontakt mit einer Frau, die an Scheidenpilz leidet, ebenfalls Scheidenpilz holen. Unter den Erregern von Scheidenpilz befindet sich unter anderem auch der Erreger namens „Candida albicans“.

Und dieser Erreger siedelt er sich nur relativ selten im männlichen Intimbereich an. Einer der Gründe dafür ist, dass derartige Pilze für ihr Wachstum eine möglichst feuchtwarme Umgebung benötigen, damit sie wachsen und gedeihen können. Und der männliche Intimbereich ist eben meistens im Vergleich zum weiblichen Intimbereich weniger feucht und warm, sondern wesentlich trockener. Und diese Umgebung ist eben für die Ausbreitung eins solchen Pilzes nicht besonders förderlich. Wer sich als Frau also eine Scheidenpilz-Infektion holt, muss sich nicht direkt den Kopf darüber zerbrechen, dass nach dem Geschlechtsverkehr auch der männliche Partner davon betroffen sein könnte. Für den Mann ist also nicht notwendig, sich während einer Pilzinfektion der Partnerin ebenfalls mit entsprechenden Medikamenten zu behandeln.

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Besser auf Sex verzichten…

Risikofaktoren für den Mann

Das eine derartige Infektion für Männer unwahrscheinlicher ist, bedeutet nicht, dass Männer immun gegen Genitalpilz sind. Bestimmte Umstände können dazu führen, dass bei dem Mann ein erhöhtes Risiko besteht, sich mit so einem Pilz zu infizieren. Sollte der Mann an einer Vorhautverengung leiden, kann dies die Chance auf eine Pilzinfektion erhöhen. Durch die Vorhautverengung erschwert sich auch die Reinigung des Intimbereichs, sodass Erreger sich leichter im Harnröhreneingang, oder unter der Vorhaut einnisten können.

Auch Menschen mit einem schwächeren Immunsystem sind anfälliger für derartige Infektionen im Intimbereich. Dies trifft vor allem auf Menschen mit anderen Vorerkrankungen zu – wie beispielsweise Menschen mit Diabetes. Des Weiteren sollten Männer besonders während der Sommerzeit aufpassen – oder wenn sie vermehrt Kunstfaser-Wäsche tragen. Dadurch könnte sich nämlich im Intimbereich einiges an Feuchtigkeit anstauen, wodurch in diesem Bereich eine feuchtwarme Umgebung geschaffen wird. Und genau diese Art von Umgebung ist es, die die Erreger von Genitalpilz besonders gernhaben.

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