botox

Das Nervengift Botox ist eine Absonderung des Bakterium Clostridium boulinum. Die Absonderung verursacht die Vergiftungserscheinung Botulismus. In der Regel treten die Vergiftungssymptome nach dem Verzehr verdorbener Konserven auf. Das Nervengift verursacht Lähmungserscheinungen. Betroffen sind hierbei beispielsweise die Atem- und Herzmuskulatur. In der Vergangenheit war Botulismus eine häufige Todesursache. Mittlerweile können Todesfälle dank Gegengiften (Antisera) vermieden werden. Der Name ist eine vom Hersteller geschützte Markenbezeichnung.

Wirkungsweise

Damit Muskeln sich zusammenziehen (Kontraktion), muss vom entsprechenden Nerv ein Transmitterstoff ausgeschüttet werden. Hierbei handelt es sich um Acetylcholin. Botox wirkt diesem entgegen. Eine irreversible Hemmung des Transmitterstoffes tritt auf und sorgt dafür, dass die Muskulatur nicht kontrahieren kann. Die Folge ist eine Lähmung.

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Anwendung

Botulinumtoxin A ist eines von sieben Serotypen und hat die längste und stärkste Wirkung. Angewendet wird es beispielsweise in der ästhetischen Medizin zur Faltenglättung.

Auch in der Neurologie findet Botulinumtoxin Anwendung. Es wird bei Menschen eingesetzt, die an Bewegungsstörungen (Dystonien) leiden, die sich in abnormen und unwillkürlichen Muskelbewegungen zeigen. Beispiele sind der Schiefhals (Torticollis) und der Lidkrampf (Blepharospasmus).

Botox wird ebenfalls bei übermäßigen Schwitzen (Hyperhidrosis) und chronischer Migräne eingesetzt.

Krämpfe (Spastiken), Tremorformen (Muskelzittern), Analfissuren, Schielen (Strabismus) und viele andere Erkrankungen werden ebenfalls mit Botox behandelt.

Botox-Behandlung

Auch bei einer Botoxbehandlung in Wien wird das Nervengift in die betreffende Hautstelle gespritzt. Der Patient muss weder nüchtern sein, noch bedarf es einer Narkose. Vor der Behandlung wird die Krankheitsgeschichte abgeklärt und mögliche Risiken und Komplikationen besprochen.

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Bewegungsstörungen

Krämpfe, Bewegungsstörungen oder Tremor werden mit einer Injektion in den entsprechenden Muskel behandelt. Unter Umständen kann eine Injektion in mehrere Muskeln nötig sein.


Falten

Hier soll Botox das Zusammenziehen der Muskeln verhindern und Mimikfalten glätten. Viele entscheiden sich für eine Botoxbehandlung, um Zornesfalten auf der Stirn zu glätten. Weiterhin wird Botox zur Glättung von Falten um den Mund herum verwendet.

Schwitzen

Das Gift hemmt die Freisetzung von Acetylcholin, wodurch die Schweißdrüsen nicht mehr aktiviert werden. Auf die gleiche Art kann Botox bei verstärktem Speichelfluss eingesetzt werden. Nach circa sechs Monaten sind neue Nerven in die entsprechenden Drüsen eingewachsen und die Wirkung des Nervengiftes lässt nach.

Migräne

Bei einer chronischen Migräne wird Botulinumtoxin an mindestens 31 Punkten in die Nacken-, Kopf- und Schultermuskulatur eingebracht. Die Symptome werden durch entzündungshemmende Vorgänge und muskuläre Entspannung gelindert, wodurch sich Migräne-Anfälle verhindern lassen.

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Wirkdauer

Normalerweise lässt sich nicht vorhersagen, wie lange Botox seine Wirkung behält. Das Gift wird unterschiedlich schnell abgebaut. Ebenfalls können sich Antikörper entwickeln, die ein schnelleres Abbauen verursachen.

Risiken

Nach einer Behandlung mit Botox treten in der Regel kaum Nebenwirkungen auf. Lediglich Schwellungen, Rötungen oder blaue Flecke (Hämatome) können nach einer Injektion auftreten. Auch ein leichtes Brennen ist möglich.

Bei Verabreichung einer zu hohen Dosis können Mundtrockenheit, Schluckstörungen, Übelkeit und Kopfschmerzen auftreten. Eine weitere Folge kann eine starke Einschränkung der Mimik sein. Tritt das Gift in die Blutbahn ein, ist eine sofortige Behandlung mit einem Antiserum nötig. Bis dieses wirkt, ist der Patient zu beatmen, da es zu einer Lähmung der Atemmuskulatur kommt.

Hinweise

Eine Therapie mit Botox ist in der Regel unproblematisch. Liegen neuromuskuläre Erkrankungen, wie das Lambert-Eaton-Syndrom, Masthenia gravis oder Amyotrohen Lateralsklerose (ALS) vor, darf eine solche Behandlung nicht erfolgen. Eine Behandlung darf ebenfalls nicht stattfinden, wenn Allergien gegen das Bakteriengift oder gegen Bestandteile der Injektionslösung, Schwangerschaft oder Stillzeit bestehen.

Kommt es nach einer Botox-Behandlung zu Schwächegefühlen oder Unwohlsein, ist schnellstens ein Arzt zu konsultieren.

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