verhuetung

Methoden der Empfängnisverhütung

Von vielen Menschen sind eigene Kinder der größte zu erfüllende Traum. In einigen Lebenssituationen aber, befindet man sich an einem Punkt, an dem Kinder fehl am Platz wären. Sei es aus finanzieller oder emotionaler Sicht, manchmal weiß man genau, dass man sich jetzt nicht um ein Kind kümmern könnte. Umso wichtiger ist es, gut zu verhüten und das Risiko einer ungeplanten Schwangerschaft bestmöglich zu minimieren. Hierzu gibt es eine Vielzahl an Methoden, die sich in ihrer Art der Wirkung aber auch in der Zeitspanne unterscheiden. So sollte es für jeden in seiner Lebenssituation das richtige Verhütungsmittel geben.

Hormonelle Verhütungsmethoden:

Die Antibabypille

Auch sehr bekannt unter jungen Frauen ist die Pille. Sie zählt zu den Verhütungsmitteln mit bester Wirksamkeit, birgt jedoch auch ihre Risiken. Zum einen gibt es einige verschiedene Arten, die angeboten werden. Es kann also sein, dass man über einen langen Zeitraum verschiedene Pillen ausprobieren muss, um die richtige zu finden. Die häufigen Nebenwirkungen sind oft positiv, sodass Hautunreinheiten verschwinden oder Menstruationsbeschwerden gelindert werden. Auch ist genau zu bestimmen, an welchem Tag die Monatsblutung wieder einsetzen wird und manchmal fällt diese dann weniger stark aus.

antibabypille

Das ist natürlich der beste Fall, wenn die Pille genau zum eigenen Körper passt.
Ein großes Risiko ist aber, dass sie täglich um genau dieselbe Zeit eingenommen werden muss. Ist dies nicht gegeben, bietet sie keinen Schutz vor Schwangerschaften mehr. Verlässt man sich in diesem Fall nur auf die Pille, kommt es oft durch unregelmäßige Einnahme oder Kombination von Alkohol oder anderen Medikamenten zu Unwirksamkeit.
Negative Nebenwirkungen können sein: Übelkeit bis Erbrechen, Gewichtszunahme, Zwischenblutungen, sexuelle Lustlosigkeit, Spannung in den Brüsten.
Es gibt noch einige Dinge, auf die man achten soll. Deswegen ist die Pille nur über einen Arzt erhältlich.

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Die Dreimonatsspritze

Diese Spritze enthält das Hormon Gestagen, welches alle drei Monate injiziert werden muss. Allerdings ist diese Methode eher eine Ausweichvariante, falls andere Verhütungsmittel nicht vertragen werden. Das liegt an gewissen Nebenwirkungen, wie auch an dem möglichen Risiko einer Osteoporose. Nebenwirkungen, die auftreten können sind: Ausbleiben/Unregelmäßigkeit der Blutung, Schmierblutung, Spannung in den Brüsten und sexuelle Lustlosigkeit. Des Weiteren können Stimmungsschwankungen auftreten, die bis hin zu einer Depression reichen.

Doch damit ist noch nicht Schluss. Die Nebenwirkungen reichen auch über Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Gewichtszunahme, Akne, Bauchschmerzen und Einlagerung von Flüssigkeit bis hin zu Störungen der Leberfunktion, Pigmentflecken der Haut und Gelbsucht. Anhand dieser Vielzahl an unangenehmen Gegebenheiten, ist verständlich, warum die Spritze nicht die erste Wahl sein sollte. Man muss dabei immer im Kopf haben, dass in den körpereigenen Hormonhaushalt eingegriffen wird, was keine Kleinigkeit ist.


Diese Art der Verhütung eignet sich eher für Frauen, die nicht mehr vorhaben schwanger zu werden. Das liegt daran, dass es etwa ein Jahr dauert, bis der Körper nach Absetzung der Spritze das Hormon abbauen konnte. Zwar gilt die Spritze als sicheres Mittel, kann jedoch durch Einnahme von bestimmten Medikamenten beeinträchtigt werden.
Wie auch die Pille kann dieses Verhütungsmittel nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen.

Das Hormonimplantat

Dieses Implantat besteht aus einem Kunststoff-Stäbchen, welches unter der Haut am Oberarm implantiert wird. Auch dieses Mittel wirkt mit einem Gestagen. Anwenden kann man diese Art der Verhütung, wenn die nächsten drei Jahre keine Schwangerschaft geplant ist. Gefährlich an dieser Methode ist, dass es nach drei Jahren wieder herausgenommen werden muss, was nicht immer gleich gelingt. Das bedeutet, dass während einer örtlichen Betäubung ein kleiner Schnitt in die Haut gemacht wird, um das Stäbchen zu entfernen.

Manchmal dauert es ein wenig, bis es gefunden werden kann. Diese Entfernung kann sich also als sehr unangenehm erweisen und schwierig gestalten. Tatsächlich kam es auch schon vor, dass das Stäbchen selbst bei Vollnarkose und großem Schnitt nicht mehr gefunden werden konnte.
Nach dem Absetzen dieses Mittels kann der Körper seine Fruchtbarkeit um einiges schneller wiedererlangen als bei der Dreimonatsspritze. Außerdem zählt diese Methode zu einer der sichersten in Sachen Verhütung.
Nachteile sind, dass das Hormonstäbchen sehr teuer ist und die Blutung bei der Anwendung oft unregelmäßig wird. Ansonsten gelten ähnliche Nebenwirkungen wie bei der Pille.

T-Spirale

Die Hormonspirale

Diese Spirale muss vom Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt werden, wo sie dann regelmäßig kleine Mengen von Gestagen abgibt. Diese Option ist für eine längere Zeit gedacht, da sie entweder drei oder fünf Jahre lang wirkt. Sie zählt zu den sichersten Verhütungsmitteln, wobei die Anwendung natürlich nicht allzu einfach ist. Dafür muss man zum Arzt gehen und auch nach der Einsetzung kann man noch leichtes Ziehen bis starke Schmerzen spüren. Sie hat viele Vorteile, wie etwa gute Verträglichkeit und sehr sicher.

Aber wie andere hormonelle Verhütungsmittel, gewährleistet auch sie keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten und hat Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Akne, Gewichtsveränderung und sexuelle Lustlosigkeit.
Falls spontan doch ein Kinderwunsch entsteht, kann sie wieder entfernt werden, wodurch sich das Hormon schnell abbaut und die Frau wieder Empfängnisbereit ist. Durch den hohen Preis, der aber für das Einsetzen bezahlt werden muss, empfiehlt es sich, dies gut zu überlegen und zu planen.

Nicht hormonelle Verhütungsmethoden

Das Kondom

Viel braucht man dazu wohl nicht sagen, denn es ist die gängigste Methode, die jeder kennen sollte. Kondome werden gerne genutzt, wenn der Kinderwunsch auf lange Sicht da ist. Es verhütet also nur in dem Moment, in dem es genutzt wird. Doch einen großen Vorteil haben Kondome, den sonst kaum ein Verhütungsmittel vorweisen kann: Sie schützen vor Geschlechtskrankheiten. Daher sind sie immer zu empfehlen, vielleicht auch als zusätzliche Verhütung. Gerade wenn Geschlechtsverkehr in kurzzeitigen oder einmaligen Gelegenheiten besteht, sollte man sich unbedingt damit schützen.

Kondom

Die Kupferspirale

Diese Spirale beinhaltet einen gewissen Anteil an Kupfer und wird ebenfalls in die Gebärmutter eingesetzt. Das Freiwerdens Kupfer verändert die Gebärmutterschleimhaut, den Schleim am Muttermund und schränkt die Spermien ein.Ein weiterer Vorteil ist, dass durch diese Spirale das Risiko von Scheidenpilz und Entzündungen verringert wird.

Das Diaphragma

Es stellt als mit Silikon überzogener, ovaler Federring eine Barriere zwischen Sperma und Eizelle. Beim Einsetzen muss aber genau darauf geachtet werden, dass die Größe stimmt und es richtig sitzt. Da es eine relativ hohe Versagerrate gibt, ist es sehr wichtig, eine gute Anleitung zur Hand zu haben.
Um es einzusetzen, benutzt man ein bestimmtes Gel, welches zusätzlich die Spermien einschränkt. Als Verhütungsmethoden, die nur speziell im Falle des Geschlechtsverkehrs eingesetzt wird und keine Hormone beinhaltet, hat es keine unangenehmen Nebenwirkungen. Allerdings braucht es etwas Übung, bis man das Diaphragma erfolgreich einsetzen kann und sicher verhütet. Eine Folge können häufigere Blasenentzündungen sein.

Außer diesen Mitteln gibt es noch weitere Methoden, eine Schwangerschaft zu verhindern. Wenn man mit dem Gedanken spielt, ein hormonelles Verhütungsmittel anzuwenden, sollte man sich stets über Nebenwirkungen bewusst sein und bedenken, dass dies den Hormonhaushalt sehr stark beeinflusst.

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