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Aus der Welt der Heilkräuter – Ade zu Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Die Natur ist ein unerschöpflicher Pool gesundheitsfördernder Schätze. Zahlreiche Pflanzen enthalten Wirkstoffe, die der Gesundheit des Menschen dienen. Zu ihnen zählen die Kräuter, von denen oberirdische, meist unverholzte Pflanzenteile genutzt werden. Kräuter lassen sich am besten frisch, getrocknet oder tiefgefroren verwenden. Sie dienen dem Würzen von Speisen und/oder als Heilkräuter verbessern sie die Gesundheit.


Nicht nur die Ägypter, Griechen, Römer, Chinesen und andere Völker wussten um den Nutzen von Kräutern. Auch „Ötzi“, der Mann aus dem Eis, trug im Gepäck einen Beutel Heilkräuter bei sich.
Im Mittelalter waren Klöster Zentren der Pflanzenheilkunde. In der Zeit des Aufschwungs der chemischen Industrie drängten synthetisch hergestellte Medikamente eine Menge an Heilkräutern in den Hintergrund. So manches Wissen über Kräuter ging verloren. Im 20. Jahrhundert rückte die Naturmedizin nach verschiedenen Medikamentenskandalen wieder in den Fokus. Altes Wissen um den Einsatz von Naturheilmitteln wurde neu entdeckt.
Heute ist klar: Heilpflanzen unterstützen Therapien oder beugen Krankheiten vor.

Eine der häufigsten Erkrankungen sind Erkältungsinfekte, wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Bedingt durch Stress, zu wenig Bewegung, ungesunder Ernährung und häufiger Einnahme von Medikamenten ist das Immunsystem vieler Menschen geschwächt und anfällig für Erkältungen. Ein täglicher Spaziergang in der Natur verschafft starke Abwehrkraft. Besteht dafür zu wenig Gelegenheit, helfen Heilpflanzen oder Heilkräuter, rechtzeitig und richtig eingesetzt, vor der Verschlechterung des Gesundheitszustandes und einem notwendig werdenden Arztbesuch.

Folgende Heilkräuter leisten Hilfe gegen Erkältungssymptome:

Echinacea (Roter Sonnenhut): Seine Blätter können gegessen werden. Der Presssaft nützt bei kurzzeitiger Anwendung zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten und stimuliert das Immunsystem.


Echter Thymian: Die Blätter und Blüten wirken schleim – und krampflösend. Sein Tee lindert Hustenanfälle und ist zum Gurgeln bei einem entzündetem Rachenraum und der Mundschleimhaut behilflich. Thymian gibt es als Lutschtabletten, Tee oder Tinktur.


Echte Kamille: Der Tee wirkt beruhigend. Inhalieren mit aufgebrühten Kamillenblüten lindert die Beschwerden.


Enzian: Verwendet wird die Wurzel des Enzians. Seine Bitterstoffe wirken ausgleichend und kräftigend auf das Immunsystem und helfen bei Entzündungen von Nasennebenhöhlen mit Schnupfen. Der recht bekannte Enzianschnaps verliert bedingt durch den Alkoholgehalt die helfende Wirkung der Bitterstoffe und ist daher nicht als helfender Kräuterschnaps geeignet.


Fenchel: Fencheltee lindert Halsschmerzen. Deren ätherische Öle lösen festsitzenden Schleim aus den Bronchien und fördern den Abtransport aus den Atemwegen.

Gundermann: Ein Aufguss mit seinen Blättern unterstützt das Heilen von eitrigen Erkältungen.

Huflattich: Als Tee getrunken oder verbrannt um den Rauch zu inhalieren, hilft er bei hartnäckigen Verschleimungen und festsitzendem Schnupfen.


Mädesüß: Bei beginnender Erkältung wirkt es entzündungshemmend, adstringierend und fiebersenkend.


Malve: Malventee ist bei Erkältungskrankheiten, Heiserkeit und Halsschmerzen behilflich. Die Inhaltsstoffe schützen die Schleimhaut und lindern den Reiz.


Pfefferminze: Sein mentholhaltiges Öl wird zum Einreiben bei Migräne, Kopf-und Nervenschmerzen und zum Inhalieren bei Erkältungen verwendet. Pfefferminztee beruhigt die Nerven und sorgt für besseren Schlaf.


Salbei: Salbeiblätter kommen als Gurgelmittel gegen Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit zum Einsatz.
Spitzwegerich: Dieser enthält Schleimstoffe, die den Hustenreiz lindern, sie helfen Entzündungen auszuheilen, wirken festigend auf das Lungengewebe und stimulieren das Immunsystem;


Zistrose: gehört zur Ordnung der Malvenartigen, der Tee, als Cistustee bekannt, stärkt das Immunsystem.

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Zusammenfassung:

Aus der Übersicht wird ersichtlich, wie groß die Auswahl an Heilkräutern rein im Bereich Erkältungskrankheiten ist. Dabei wird nur eine geringe Zahl hauptsächlich heimischer Kräuter vorgestellt. Daneben gibt es noch weitere Heilpflanzen, die bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit helfen, wie die Ingwerwurzel, Saft aus Holunderbeeren oder Tannen-und Fichtenspitzen.


Wichtig sind die richtigen Informationen zum Einsatz dieser natürlichen Heilkräuter. Eine zu lange oder falsche Einnahme zerstört möglicherweise die Heilwirkung. So darf man beispielsweise mit Salbeitee nur einige Tage gurgeln oder ihn als Tee trinken. Für Allergiker gegen Korbblütler ist Kamillentee und Echinacea gefährlich.

Der Vorteil einiger Heilkräuter besteht darin, dass man sie leicht im Garten oder im Kräutertöpfchen ziehen und zum Trocknen ernten kann. In sauberer Umgebung gewachsen und geerntet, enthalten sie weniger Schadstoffe. Im Notfall sind die wichtigsten Kräuter im Haus und um einiges kostengünstiger. Wer dazu keine Möglichkeit hat, dem ist der Kauf von frischen oder getrockneten Kräutern sowie Tees in Apotheken oder Bioläden mit überzeugender Qualität geraten. Bei ihnen ist die Schadstoffbelastung wesentlich geringer und deren Heilwirkung besser als bei den im Großhandel angebotenen günstigen Abpackungen.

Vorbeugung und schnelle Hilfe: Was tun bei ersten Anzeichen
einer Erkältung:

Viel frische Luft und Bewegung im Freien hilft zur der Stärkung des Immunsystems, welches mit Cistustee oder Echinacea zur Erhöhung die Widerstandskraft gegen Viren, Bakterien unterstützt werden kann.
Bei ersten Erkältungssymptomen reagieren, heißt, sich Ruhe gönnen. Entsprechend den Beschwerden ist es ratsam, bei beginnendem Halsschmerz mit Salbeitee zu gurgeln, Salbeiblätter – oder Fencheltee mit Honig zu trinken. Bei Bedarf wird mit Pfefferminzöl inhaliert und am besten, es befindet sich noch der vielseitige Thymiantee im Haus. Damit ist eine beginnende Erkältung recht gut ausbremsbar.
Generell gilt: Es ist der beste Weg, Krankheiten vorzubeugen, indem eine gesunde Lebensweise mit ausreichender Bewegung und gesunder, vitaminreicher Ernährung gelebt wird. Die Kräuter können in Form von Gewürzen, Speisebeigaben oder Tees im Alltag die Gesundheit des Körpers unterstützen und der nächste Winter kann kommen.

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