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Magnesiumöl – dafür ist es gut

Magnesium ist ein essenzielles Spurenelement. „Magnesiumöl“ ist kein Öl im eigentlichen Sinne, sondern eine Lösung von Magnesiumchlorid mit öliger Konsistenz, die jedoch keine fetthaltigen Liquide wie echtes Öl enthält. Es kann auf die Haut aufgetragen und auch in den Mund gesprüht werden, wo es keinerlei Hautreizungen verursacht.

Magnesiumöl gegen Magnesiummangel

Viele Menschen leiden unter Magnesiummangel, der sich vor allem in Krämpfen bemerkbar macht. Das liegt daran, dass Magnesium für die Reizleitung zwischen Nerven und Muskeln benötigt wird. Ein Magnesiummangel macht sich durch diese Symptome bemerkbar:

  • Krämpfe (vor allem in den Beinen)
  • Muskelzuckungen in Beinen und Händen
  • Taubheitsgefühle in den Extremitäten
  • Reizbarkeit, Müdigkeit und Schlaflosigkeit
  • anhaltende Kopfschmerzen
  • Depressionen
  • innere Unruhe
  • Zahnfleischbluten

Von den Krämpfen und Muskelzuckungen besonders betroffen sind aktive Sportler, die ihre Muskeln stark beanspruchen. Die anderen Symptome können jede Person treffen, die unter Magnesiummangel leidet.

Wirkung von Magnesium

Magnesiumöl oder oral eingenommenes Magnesium kann Krämpfe lindern oder verhindern, der Zahngesundheit dienen, Schmerzen von Sportlern lindern und Depressionen oder Schlaflosigkeit unterbinden. Selbst gegen Kreislauferkrankungen und Herzklopfen soll es helfen. Diese Hinweise sind ausdrücklich kein Heilversprechen, welches die Health-Claims-Verordnung verbietet, sondern entstammen Erfahrungswerten. Weitere positive Berichte gibt es von Anwendungen gegen Migräne und Clusterkopfschmerzen. Frauen wenden Magnesiumöl gegen Wechseljahrsbeschwerden und das Prämenstruelle Syndrom (PMS) an.

Wie wird Magnesiumöl angewendet?

Die Anwendung ist kinderleicht: Das Öl wird auf der Haut verrieben oder als Spray in den Mund und auf die Haut gesprüht. Ein Spray lässt sich genau dosieren. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist das Fußbad mit Magnesiumöl gegen Krämpfe. Dabei wird Magnesiumöl mit Wasser im Verhältnis 1:1 gemischt. Das Öl sollte ansonsten bei der Anwendung niemals zusätzlich verdünnt werden. Nur so kann es seine Wirkung voll entfalten. Beim Sprühen kommt das Magnesiumöl direkt auf die betroffene Stelle, so etwa auf die Wade bei einem Wadenkrampf.

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Es kann danach etwas mit der Hand verrieben werden. Bei Bedarf sind mehrere Anwendungen täglich möglich. Eine Überdosierung ist nicht zu befürchten. Die Stellen auf der Haut sollten anschließend für längere Zeit nicht gewaschen werden, damit das Magnesiumöl einziehen kann. Sollten nach mehreren Stunden noch Reste davon auf der Haut etwas stören, können diese dann abgerieben werden. Das dient dem reinen Komfort. Schädlich ist das Öl keinesfalls, auch dann nicht, wenn es sehr lange auf der Haut verbleibt.

Magnesiumöl vs. orale Einnahme von Magnesium

Wenn Magnesiumöl auf der Haut verrieben wird, bindet es sich an die Keratinozyten in der Epidermis. Das sind spezielle Hautzellen, welche das Keratin der Hornsubstanz bilden. Als wasserlöslicher Stoff dringt Magnesiumchlorid (Magnesiumöl) entlang der Proteinkanäle in die Haut ein. Die Hautbarriere durchdringt es allerdings nur langsam und an vielen Stellen gar nicht. Hierfür müsste es fettlöslich sein. Es gibt aber Studien, die das Eindringen von Magnesiumionen in die Haut belegen. Die Forschungsergebnisse zum Thema sind sehr begrenzt.

Aus diesem Grund setzen viele Menschen zusätzlich zum Magnesiumöl auf die orale Einnahme von Magnesium in Form von Kapseln, die ebenfalls zu empfehlen ist. Nachgewiesen ist durch eine kleine Studie, dass Magnesiumchlorid auf den Extremitäten bei einer transdermalen Anwendung (Verreiben auf der Haut) bei Patienten mit Fibromyalgie die Schmerzen reduzieren kann. Im Rahmen dieser Studie trugen die Probanden das Magnesiumöl viermal täglich mit als Spray auf.

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