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Barrierefreies Wohnen im Alter: Tipps für einen uneingeschränkten Alltag

Barrierefreiheit ist das A und O, um auch im Alter dem gewohnten Alltag nachzugehen. Hierbei geht es aber nicht nur um das Anbringen von Haltegriffen und Co. Vielmehr steht die Selbstbestimmtheit von Senioren im Fokus. Um barrierefrei in den eigenen vier Wänden zu wohnen, gibt es einiges zu beachten.

Barrierefreiheit: Was steckt hinter dem Begriff?

Barrierefreiheit sorgt für Sicherheit und Selbstbestimmtheit in den eigenen vier Wänden. Laut Behindertengleichstellungsgesetz § 6 bedeutet der Begriff „Barrierefreiheit“, dass möglichst alle Menschen bauliche Anlagen und Co. ohne viel Einschränkung nutzen können. Kurzum bedeutet Barrierefreiheit, dass es keinerlei Hindernisse und besondere Erschwernisse gibt. Vor allem öffentliche Anlagen und Pflegeeinrichtungen sind in puncto Barrierefreiheit an bestimmte Vorschriften gebunden.

In den eigenen vier Wänden sieht dies natürlich etwas anders aus. Hier kann Barrierefreiheit für jeden selbst definiert werden. Je nach den eigenen Bedürfnissen und Anliegen können im eigenen Zuhause passende Änderungen vorgenommen werden. Ein Treppenlift, Haltegriffe oder höhenverstellbare Möbel sorgen für einen möglichst uneingeschränkten Alltag.

Barrierefreies Wohnen ist natürlich mit Umbauarbeiten verbunden und diese sind nicht von heute auf morgen erledigt. Teil der persönlichen Altersvorsorge beginnt daher bereits früh bei der Gestaltung des Zuhauses. Stufenlose und ebene Zugänge wirken in jungen Jahren vielleicht unnötig. Im Alter sind sie jedoch von großem Vorteil. Außerdem sollte generell bei der Gestaltung auf große Bewegungsflächen geachtet werden, um das Zuhause auch rollstuhlgerecht zu gestalten.

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Küche, Badezimmer und Co.: So sieht Barrierefreiheit in den Nutzräumen aus

Beim barrierefreien Wohnen sollten vor allem die Küche, das Badezimmer sowie das Schlafzimmer im Fokus stehen. Hier verbringt man nämlich einen Großteil der Zeit. Außerdem lauern im Badezimmer und in der Küche oft Gefahren. Vor allem in den Nassräumen kann es schnell einmal zu Unfällen kommen. Rutschfeste Matten in der Badewanne und Dusche sowie geeignete Sitzhocker sind daher ein Muss. Auch Haltegriffen neben der Toilette oder dem Waschbecken können den Alltag im Badezimmer erleichtern. In der Küche wiederum spielen große Bewegungsflächen eine große Rolle.

Außerdem sollten Arbeitsflächen, Kochfeld und Einbaugeräte so angeordnet werden, dass die Laufwege möglichst kurz sind. Für maximale Sicherheit beim Kochen sorgt ein Handlauf an der Frontplatte. Zudem sollte gerade in der Küche darauf geachtet werden, dass Stolperfallen entfernt werden. Dazu zählen zum Beispiel kleine Teppiche oder lose Kabel. Das Schlafzimmer ist für viele Pflegebedürftige das Zentrum des Alltags. Komfort sollte hier also nicht zu kurz kommen.

Ein höhenverstellbares Bett ist der Mittelpunkt des Raums. Neben einem leichten Einstieg sollte vor allem aber auch das Liegegefühl stimmen. Auch clevere Schrankkonzepte mit möglichst viel Stauraum dürfen im Schlafzimmer nicht fehlen. Hier gibt es verschiedenste Optionen, darunter auch höhenverstellbare Varianten.

Grundsätzlich machen Kommoden und ausziehbare Kleiderstangen in diesem Fall jedoch am meisten Sinn. Der Stauraum sollte sich auf Körperhöhe befinden. In vielen Schlafzimmern lässt sich neben der Einrichtung auch ein Fernseher finden. Generell sollte bei elektrischen Geräten immer darauf geachtet werden, dass sich die Kabel nicht lose am Boden oder in Ecken befinden. Flache Kabelkanäle sind hier eine gute Lösung, um Stolperfallen zu vermeiden.

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Nicht immer ist barrierefreies Wohnen die Lösung

Ein barrierefreier Wohnraum macht vor allem dann Sinn, wenn die Betroffenen an sich nicht pflegebedürftig sind und ohne externe Hilfe ihren Alltag nachgehen können. Sobald Senioren aber auf andere Personen angewiesen sind, muss eine andere Lösung her. Schließlich ist die Umgestaltung der eigenen vier Wänden auch mit hohen Kosten verbunden.

Viel wichtiger ist aber die Sicherheit. Diese steht nämlich an erster Stelle. In vielen Fällen macht der Einzug ins Pflegeheim oder in ein betreutes Wohnkonzept einfach mehr Sinn. Dies ist zwar gerade am Anfang für alle Parteien eine große Umstellung. Dennoch wird die Lebensqualität auf Dauer dadurch erhöht.

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