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Cannabis als Medizin: Ein Rückblick

Die Menschen nutzen die beliebte Cannabispflanze bereits seit vielen tausenden von Jahren. Die Fasern des Hanfs werden dabei beispielsweise seit langer Zeit zu Textilien, Dämmstoffen und robustem Papier verarbeitet.

Daneben blickt das Cannabis jedoch auch in der Medizin auf eine überaus lange Tradition zurück. Weltweit kann die Nutzpflanze heute so in den verschiedensten Sorten und Erscheinungsformen entdeckt werden, etwa als populäres cannabis CBD. Doch wie hat der Siegeszug des Cannabis eigentlich begonnen und bei welchen Beschwerden wurde es bereits in der Vergangenheit eingesetzt? Der folgende Artikel klärt auf.

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Cannabis als Medizin: Ursprüngliche Erwähnung in China

Mit großer Wahrscheinlichkeit liegt der Ursprung der Verwendung von Cannabis als Medizin in China. Nach den Überliegerungen des Urkaisers Shennong, welcher vor rund 5.000 Jahren gelebt hat, untersuchte er unterschiedliche Pflanzen, um ihre medizinischen Eigenschaften kennenzulernen.

In seinem dreiteiligen Buch beschrieb er verschiedene Arzneimittel- und Heilpflanzen – darunter auch das Harz aus der Blüte des Cannabis. Positive Auswirkungen soll dieses bei Herzerweiterungen, Ödemen, Nervenentzündungen, Geistesabwesenheit, Frauenkrankheiten, Rheuma, Malaria, Gicht und Verstopfung gezeigt haben.

Nutzung von Cannabis als Medizin in Europa

Im Mittelalter wurde die Heilkunde von Mönchen und Nonnen im Rahmen der Klostermedizin ausgeführt. In einer Schrift von Hildegard von Bingen finden sich in diesem Zusammenhang die ersten Hinweise auf eine medizinische Nutzung von Cannabis in Europa.

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In ihren Ausführungen geht die Nonne darauf ein, dass Cannabis eine Eignung für die Behandlung von Geschwüren und Wunden aufweist. Daneben wurde die Hanfpflanze eingesetzt, um weitere Beschwerden zu lindern, wie etwa Bronchitis, Rheuma und Übelkeit. Darüber hinaus diente Cannabis außerdem als Ersatz für Opium.

Das Allheilmittel des 19. Jahrhunderts: Cannabis

In den Apotheken handelte es sich in den USA und in Europa im 19. Jahrhundert bei dem Cannabis um das Arzneimittel, welches am häufigsten verkauft wurde. In dem Zeitraum zwischen 1842 und 1900 wurden Cannabistinkturen und -extrakte so sogar in den kleinsten Ortsapotheken verkauft.

Die Anzahl der verschiedenen erhältlichen Cannabispräparate betrug zwischen 1850 und 1950 mehr als 100. Der Einsatz des Cannabis erfolgte dabei unter anderem bei Krämpfen, Epilepsie, Rheuma, Neuralgien, Migräne, Schlafstörungen und Unruhezuständen.

Zu dieser Zeit war bereits bekannt, dass von dem Cannabis eine berauschende Wirkung ausging, dennoch ließen sich kaum Beschwerden finden, bei denen nicht auf das beliebte Allheilmittel zurückgegriffen wurde. Sogar Kinder wurden mit der Hanfpflanze behandelt.

Das medizinische Cannabis im 20. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert nahm die Prohibition ihren Anfang in den USA – bedingt durch die große Verbreitung des Cannabis. Aufgrund der immer weiter ausufernden Verbote wurde das Cannabis im Laufe der Zeit offiziell zu einer gefährlichen Droge erklärt. Die staatliche Propaganda trug dabei maßgeblich zu der Ausbreitung der Prohibition bei.

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In der Kultur der Menschen ist das Cannabis somit bereits seit circa 10.000 Jahren fest verwurzelt. Auch die Prohibition konnte dabei nicht dafür sorgen, dass die Nutzung des Cannabis zu Zweckend der Medizin oder als reines Genussmittel aufgegeben wurde. Aktuell lässt sich vielmehr eine Art der Rückbesinnung auf die kulturelle Geschichte der Hanfpflanze feststellen, was sich unter anderem in dem Fortschritt der Medizin und den aktuellen politischen Entscheidungen hinsichtlich der Legalisierung des Cannabis begründen lässt.

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