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Neugeborenenakne
HautKindergesundheit

Ursachen und Behandlung von Neugeborenenakne

By Ratgeber
13. Juli 2021 4 Min Read
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Bei Neugeborenenakne handelt es sich um eine Krankheit, an der ein neugeborenes Baby schon wenige Tage (ohne Vorwarnung) nach der Geburt erkranken kann. Viele Eltern haben in solchen Fällen direkt Angst, dass sie bei der Pflege ihres Babys etwas falsch gemacht haben. Babyakne wird jedoch nicht durch eine mangelhafte Pflege, sondern durch Hormone ausgelöst.

Eine häufige Krankheit

Gerade in den ersten Wochen nach der Geburt eines Kindes wollen die Eltern verständlicherweise möglichst viel richtig machen. Dem Baby ein passendes Umfeld bieten, für eine ausgewogene Ernährung sorgen und den kleinen Menschen nach bestem Gewissen pflegen. Doch auch wenn all diese Punkte gewährleistet sind, kann es vorkommen, dass auf den Wangen des Kindes plötzlich kleine Pickel auftreten.

Bei einer solchen Erscheinung müssen sich Eltern aber nicht fürchten, bzw. nicht um das Baby fürchten, da es sich mit großer Wahrscheinlichkeit einfach nur um eine Neugeborenenakne (auch Babyakne genannt) handelt – welche gemeinhin als harmlos gilt. Darüber hinaus ist diese Krankheit nicht wirklich etwas Ungewöhnliches, da sie bei Neugeborenen ziemlich häufig vorkommt. Im Vergleich kommt sie bei Jungs um einiges öfter vor als bei Mädchen.

Charakteristisch für Neugeborenenakne ist es, dass sie immer um die Zeit der dritten Lebenswoche des Babys auftritt. Grob geschätzt ist etwa jedes fünfte Baby davon betroffen. Plötzlich tauchen kleine rote Pusteln auf, die jeweils einen gelblichen Knoten in ihrem Zentrum haben. Was man dagegen tun kann? Relativ wenig, da die Ursache für Neugeborenenakne die Hormone der Mutter sind, denen das Baby aufgrund der Schwangerschaftszeit neun Monate lang ausgesetzt war.

Siehe auch  Hauterkrankungen im mittleren Alter – Was ist Rosazea/Rosacea?

Diese Hormone hatten durch die Plazenta ihren Weg in den Blutkreislauf des Kindes gefunden. Und dieser Austausch von Hormonen zwischen Baby und Mutter findet natürlich nicht mehr statt, sobald die Geburt vorüber ist. Dies hat zur Folge, dass der Hormonspiegel des Kindes plötzlich deutlich nach unten geht, woraufhin die Haut mit den rötlichen Pickelchen reagiert. Ein Fehler in der Baby-Pflege oder der Ernährung ist also keinesfalls die Ursache für Neugeborenenakne. Dafür ist diese Hormonumstellung aber sehr wohl der Auslöser für Kopfgneis (welcher häufig mit Milchschorf verwechselt wird).

Neugeborenenakne

Die Krankheitsdauer

Um dieses Krankheitsbild durch eine Diagnose auch wirklich sicherstellen zu können, sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden. Sobald dieser herausfinden sollte, dass es sich bei den roten Pickeln (welche im Gesicht oder an der Brust auftreten können) tatsächlich um Babyakne handelt, besteht seitens der Eltern kein Grund, sich weitere Gedanken zu machen. Nach zwei bis drei Wochen ist in der Regel der Höhepunkt von Babyakne überstanden.

Im Anschluss bilden sich dann die Pickel langsam von alleine wieder zurück. Vollständig verheilt sind diese Erscheinungen meistens nach maximal vier Monaten – wobei diese Symptome in selteneren Krankheitsfällen auch ein halbes Jahr lang andauern können. Darüber hinaus kann auch aus kosmetischer Perspektive Entwarnung gegeben werden, da bei dieser Krankheit keine Bildung von Narben befürchtet werden muss.

Was man dagegen tun kann

Wie bereits erläutert, erfordert eine Neugeborenenakne keine Behandlung durch Medikamente oder ähnliches. Schon nach ein paar Wochen ist sie vollständig verschwunden. Und das vollkommen ohne die Bildung von Vernarbungen. Sollte sich ein Kind mit Babyakne allerdings die Pickel aufkratzen, kann dies eine Entzündung der Haut zur Folge haben. In solchen Fällen wird vom Kinderarzt eine Salbe verschrieben, die entzündungshemmend wirkt. Sollte jedoch eine bakterielle Infektion entstehen, wird der Arzt eher zur Verschreibung von Antibiotika tendieren. Derartige Szenarien treten allerdings im Vergleich weniger häufig auf.

Neugeborenenakne

Hautpflege-Tipps

Generell gilt beim Pflegen von weicher Babyhaut, dass weniger mehr ist. Folgende Vorgehensweisen haben sich dabei bewährt, um die betroffene Haut bei Babyakne nicht zu großer Belastung auszusetzen:

Siehe auch  Sanfte Lösungen für empfindliche Haut: Wie Sie Rötungen effektiv reduzieren können

– Um die Talgdrüsen der Haut nicht zu verstopfen, sollte auf fetthaltige Öle oder Salben nach Möglichkeit verzichtet werden.

– Die betroffenen Regionen auf der Babyhaut mit lauwarmen Wasser reinigen.

– Zwei bis dreimal wöchentlich eine milde Seife verwenden, die eine feuchtigkeitsspendende Wirkung hat.

– Handelsübliche Mittel gegen Akne oder Reinigungsmittel sollten nicht in Fällen von Neugeborenenakne zum Einsatz kommen, da sie wesentlich mehr Schaden anrichten, als tatsächlichen Nutzen.

– Hautpflegeprodukte sollten dabei nach Möglichkeit nur im sparsamen Ausmaß eingesetzt werden. Außerdem sollte zusätzlich darauf geachtet werden, dass diese Produkte frei von Paraffinen, Parfum und Konservierungsstoffen sind.

Generelle Ratschläge

Nicht nur im Bereich der Hautpflege gibt es einige Tipps für den Schutz von Babyhaut bei Neugeborenenakne. Im Folgenden sind noch einige weitere Punkte aufgelistet, die für einen besseren Schutz des Kindes bei dieser Krankheit sorgen können:

– Da Essensreste und Speichel die Haut des Babys zusätzlich reizen können, sollte das Gesicht trocken gehalten werden. Durch weitere Hautreizungen dieser Art kann sich das Hautbild insgesamt verschlechtern.

– Das Kind bei den gereizten Stellen nach dem Baden nicht fest abrubbeln, sondern vorsichtig und achtsam mit einem Handtuch aus Baumwolle trocken tupfen.

– Die roten Pickelchen sollten keinesfalls ausgedrückt werden, da dies zu Verletzungen, Narben und weiteren Entzündungserscheinungen führen kann.

– Die Fingernägel des Babys mit einer speziellen Baby-Nagelschere schneiden, damit sich das Baby an den gereizten Stellen keine Pickel selbst aufkratzen kann. Damit es das auch im Schlaf nicht unbewusst tun kann, können dem Kind für die Nacht auch Handschuhe aus Baumwolle angezogen werden.

Siehe auch  Röschenflechte: Stadien, Verlauf und Behandlung verständlich erklärt

– In den meisten Fällen von Neugeborenenakne verschwinden die Pickel nach nur wenigen Wochen wieder von alleine. Daher heißt es in jedem Fall einfach: Geduldig bleiben.

– Ausschläge dieser Art können durch Schweiß und Hitze noch zusätzlich verschlimmert werden. Daher bietet sich für ein betroffenes Baby besonders Kleidung aus Baumwolle an, da dieser Stoff die Babyhaut besser atmen lässt, und somit ein möglicher Hitzestau verhindert werden kann.

– Aufgrund der entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkung von Muttermilch kann es sich bei Babyakne auch lohnen, den entsprechenden Ausschlag mit dieser Milch zu betupfen. Zwar führt dies nicht dazu, dass der Ausschlag schneller verschwindet, aber die sich in der Muttermilch befindenden Inhaltsstoffe können zusätzlich dabei helfen, die Hautreizungen zu lindern.

Tags:

AkneBabyakne
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